Ratgeber
Kurbelradio und Warn-App: Warum beides zusammengehört
Warum bei Stromausfall ein Batterie- oder Kurbelradio neben der Warn-App NINA sinnvoll ist, worauf du bei der Auswahl achtest und wie du es einfach einrichtest.
Hanna Albers · Redaktionsteam Hanna Albers – Vorrat ohne Panik · aktualisiert am 03. November 2026
Hanna Albers ist eine KI-generierte virtuelle Persona – keine reale Person. Die Inhalte beruhen auf amtlichen Empfehlungen und werden von einem menschlichen Redaktionsteam geprüft und verantwortet. Allgemeine Vorsorgehinweise, keine Beratung im Einzelfall.
Die Warn-App ist bequem. Sie hat nur einen Haken: Sie braucht Netz. Wenn Mobilfunk und Internet ausfallen, schweigt auch das Smartphone. Ein einfaches Radio macht dann den Unterschied. Darum empfiehlt das BBK beides: App und Radio.
Was die App kann, und wo sie endet
Die Warn-App NINA des Bundes (und vergleichbare Apps) meldet Gefahren für deinen Standort: Brand, Hochwasser, Gefahrstoffe, Unwetter. Amtliche Meldungen stehen außerdem auf warnung.bund.de.
Die Grenze beschreibt das BBK selbst: Fallen Mobilfunk und Internet aus, funktionieren Warn-Apps und Handy-Warnungen nicht mehr. Bei einem Stromausfall kann das passieren.
Was das Radio kann
„Radiosender funktionieren aber auch dann noch“, sagt das BBK. Sender strahlen ihr Programm weiter aus, und du empfängst es ohne Internet. Für den Stromausfall nennt das BBK drei Radioarten:
- Batterieradio: läuft mit Batterien oder Akkus, die du vorrätig hältst.
- Kurbelradio: wird per Handkurbel aufgeladen, oft kombiniert mit Solarzelle.
- Autoradio: läuft über die Fahrzeugbatterie. Eine sinnvolle Ergänzung, solange der Tank nicht leer ist.
Laut BBK gehört ein batteriebetriebenes Radio oder Kurbelradio zur Vorsorge, damit du bei einem länger anhaltenden Stromausfall Mitteilungen der Behörden verfolgen kannst. Auch ins Notgepäck gehört ein batteriebetriebenes Radio mit Ersatzbatterien.
Worauf du bei der Auswahl achtest
Die Frage ist selten „welches Modell“, sondern „welche Eigenschaften“. Diese Kriterien helfen bei der Auswahl, ohne dass ein Gerät besser sein muss als ein anderes:
- Empfang: UKW ist heute üblich. Das BBK weist darauf hin, dass UKW ab 2031 (in Schleswig-Holstein) bis 2037 schrittweise durch DAB+ abgelöst werden soll. Ein Gerät mit UKW und DAB+ ist deshalb zukunftssicher.
- Stromquelle: Batterien, Akku, Kurbel oder Solar. Am robustesten ist eine Kombination, bei der auch normale Batterien funktionieren.
- Bedienung: Große Tasten, ein Display, das auch im Dunkeln lesbar ist. Alle im Haushalt müssen es bedienen können.
- Zusatzfunktionen: Eingebaute Lampe oder USB-Ausgang zum Aufladen kleiner Geräte sind praktisch. Mit dem Handy als Ladeziel gilt: Das Kurbeln liefert wenig Energie, sie ist eher für ein paar Minuten Notbetrieb gedacht.
- Verarbeitung: Stabiles Gehäuse, Kurbel ohne wackelige Teile.
- Aufwachmodus: Das BBK erwähnt Radios, die sich bei einer Warnung automatisch einschalten. Ob und wann solche Geräte erhältlich sind, ist im Handel zu prüfen.
Rechne nicht mit Wunderleistungen. Ein Kurbelradio ist ein Zubehör für den Notfall, kein Ersatz für die Stereoanlage.
Einrichten in zehn Minuten
- Sender suchen: Lokale und regionale Sender einspeichern.
- Probehören: Das Radio einmal anschalten, damit du die Bedienung kennst. Das geht auch im Wohnzimmer.
- Batterien einsetzen und Ersatzbatterien dazulegen. Batterien nicht im Gerät lassen, wenn es länger ungenutzt bleibt, damit sie nicht auslaufen.
- Standort festlegen: Fester Platz in der Notfallkiste im Flur, nicht irgendwo im Schrank.
- Haushalt informieren: Alle sollen wissen, wo das Radio liegt und wie es funktioniert.
- Zwei Termine im Jahr: Radio einschalten, Batterien prüfen, Sender neu suchen.
NINA richtig einrichten
Lege deinen Standort und gegebenenfalls Orte fest, die dir wichtig sind (Zuhause, Arbeit, Eltern). Aktiviere Benachrichtigungen und teste sie. Einmal im Jahr, zum Beispiel am bundesweiten Warntag, lohnt sich ein Blick in die Einstellungen.
Die App ergänzt das Radio. Sie ersetzt es nicht.
Wenn Strom und Netz weg sind
Ein Radio zu haben ist der erste Schritt. Dazu kommen:
- Taschenlampe oder Stirnlampe, damit du es im Dunkeln findest.
- Powerbank und geladene Akkus, damit das Handy für wichtige Anrufe bereit bleibt.
- Zettel mit Telefonnummern.
Die komplette Reihenfolge für die ersten Minuten steht in der Checkliste zum Stromausfall.
Was du dir merken kannst
- Die App braucht Netz, das Radio nicht.
- Batterieradio, Kurbelradio und Autoradio sind laut BBK geeignet.
- Ein zweites Gerät lohnt sich nur, wenn du Platz und Batterien dafür hast. Eines pro Haushalt reicht für den Anfang.
- Das Radio hört man gemeinsam. Es ist deshalb kein Gerät, das man im Schrank versteckt.
- Wer ein Haus mit mehreren Etagen hat, legt das Radio dorthin, wo sich die Familie bei Stromausfall trifft.
Empfehlungen und Werbung
Auf der Empfehlungsseite sammelt hanna-albers.de Produkttypen mit Kriterien für Radio, Lampe und Powerbank. Das ist Werbung: Die Empfehlungsseite enthält Affiliate-Links. Wenn du darüber kaufst, kann eine Provision entstehen. Kaufen musst du nichts: Ein Radio, das die oben genannten Kriterien erfüllt, tut es auch aus dem Elektronikhandel.
Werbung: Die Empfehlungsseite enthält Affiliate-Links.
Häufige Fragen
Brauche ich ein Kurbelradio, wenn ich NINA habe?
Das BBK empfiehlt beides. Bei Ausfall von Mobilfunk und Internet funktionieren Warn-Apps nicht mehr, Radiosender aber schon.
Welches Radio ist für den Stromausfall geeignet?
Laut BBK ein Batterieradio, Kurbelradio oder Autoradio. Achte auf Empfang (UKW und DAB+), eine zweite Stromquelle und einfache Bedienung.
Was bedeutet das Ende von UKW für mein Radio?
Das BBK nennt, dass UKW ab 2031 in Schleswig-Holstein bis 2037 schrittweise durch DAB+ ersetzt werden soll. Ein Radio mit DAB+ ist daher langfristig sinnvoll.
Reicht das Handy als Radio?
Nur wenn das Handy ein eingebautes Radio hat und der Akku hält. Ein eigenes Radio schont das Handy für Anrufe.
Wie oft muss ich das Radio prüfen?
Zweimal im Jahr einschalten und Batterien prüfen ist ein praktischer Rhythmus.
Quellen (Abruf jeweils 03.11.2026)
- BBK: In der Krise informiert sein (Radio, Warn-App NINA, DAB+). https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/In-der-Krise-informiert-sein/in-der-krise-informiert-sein_node.html
- BBK: Vorsorge und Handeln bei Stromausfall. https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Stromausfall/stromausfall_node.html
- BBK: Notgepäck. https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/So-koennen-Sie-sich-vorbereiten/Notgepaeck/notgepaeck_node.html
- BBK: Checkliste zum Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvosorge-checkliste.pdf