Ratgeber
Notgepäck Checkliste: Der Rucksack nach BBK
Notgepäck packen nach BBK-Liste: Rucksack pro Person, was vorab rein darf, was du im Ernstfall greifst und wie du den Rucksack pflegst. Zum Abhaken.
Hanna Albers · Redaktionsteam Hanna Albers – Vorrat ohne Panik · aktualisiert am 03. November 2026
Hanna Albers ist eine KI-generierte virtuelle Persona – keine reale Person. Die Inhalte beruhen auf amtlichen Empfehlungen und werden von einem menschlichen Redaktionsteam geprüft und verantwortet. Allgemeine Vorsorgehinweise, keine Beratung im Einzelfall.
Wenn die Feuerwehr sagt, ihr müsst die Wohnung verlassen, bleibt wenig Zeit. Dann ist es gut, wenn ein Rucksack fertig im Flur steht. Das heißt nicht, dass etwas passieren wird. Es heißt nur, dass du nicht im Stress überlegen musst, wo die Taschenlampe liegt.
Der Anlass sind meist Dinge wie Brand, Hochwasser, Gasalarm oder eine Bombenentschärfung. Dafür braucht es kein Spezialwissen, sondern eine Liste.
Das Prinzip: ein Rucksack pro Person
Das BBK empfiehlt Notgepäck für jede Person im Haushalt. Der Rucksack sollte so leicht sein, dass du ihn eine Weile tragen kannst. Packe nur, was du in zwei bis drei Tagen brauchst, nicht den halben Hausstand.
Die Packliste laut BBK
Zum Notgepäck gehören laut BBK:
Gesundheit
- Eigene Medikamente (was ärztlich verordnet ist, nicht mehr)
- Erste-Hilfe-Set
- Hygieneartikel für einige Tage, bei Bedarf Windeln
- FFP2-Atemschutzmaske
Information und Licht
- Batteriebetriebenes Radio mit Ersatzbatterien
- Taschenlampe mit Ersatzbatterien
Essen und Trinken
- Proviant für etwa zwei Tage, staub- und feuchtigkeitsgeschützt verpackt
- Trinkflasche
- Essgeschirr und Besteck
- Büchsenöffner und Taschenmesser
Kleidung und Schutz
- Wechselkleidung für einige Tage nach dem Zwiebelprinzip
- Regenschutz, wetterfeste Schuhe oder Gummistiefel
- Kopfbedeckung
- Arbeitshandschuhe
- Schlafsack oder Decke
Sonstiges
- Kamera oder Handy mit Fotofunktion, um Schäden zu dokumentieren
- Dokumentenmappe (siehe Ratgeber zu wichtigen Dokumenten)
- Für Kinder: Brustbeutel oder SOS-Kapsel mit Name, Geburtsdatum und Anschrift
Was du im Ernstfall zusätzlich greifst
Manches kannst du nicht vorab einpacken, weil du es täglich brauchst. Das BBK nennt:
- Ausweis oder Reisepass
- Bargeld und Geldkarten
- Gesundheitskarte
- Impfpass
- Haustürschlüssel, gegebenenfalls Autoschlüssel
- Handy oder Smartphone (mit Ladekabel und Powerbank)
Lege einen Zettel mit dieser Liste innen an die Wohnungstür oder an den Rucksack. Dann denkst du im Ernstfall nicht lange nach.
Wie du packst, damit es nicht schwer wird
- Wiege den fertigen Rucksack. Alles, was du nicht tragen magst, wird im Ernstfall nicht mitgenommen.
- Packe in wasserdichte Beutel. Kleidung, Dokumente und Elektronik jeweils separat.
- Beschrifte die Beutel. Zum Beispiel „Hygiene“, „Kleidung“, „Papiere“.
- Lege schwere Dinge nach unten und nah an den Rücken.
- Lass etwas Platz für das, was du im Ernstfall noch greifst.
Wer lieber mit einem Koffer oder einer Tasche arbeitet, kann das tun. Entscheidend ist, dass ein Gepäckstück pro Person bereitsteht und griffbereit ist.
Für wen was packen
Das Grundmuster gilt für alle, mit kleinen Anpassungen:
- Erwachsene: Die BBK-Liste oben, dazu persönliche Dinge, die du nicht ersetzen kannst.
- Kinder: Leichter Rucksack, Wechselkleidung, ein Kuscheltier, SOS-Kapsel oder Brustbeutel mit Name, Geburtsdatum und Anschrift. Bei Kleinkindern kommen Windeln und Pflegeartikel dazu.
- Ältere Menschen: Verordnete Medikamente, Brille, Hörgerät-Batterien, Medikamentenplan in Kopie. Wer Hilfe beim Tragen braucht, packt weniger und plant Unterstützung ein.
- Tiere: Eine kleine Tasche mit Futter für zwei bis drei Tage. Mehr im Ratgeber zu Haustieren.
Wohin damit?
Der Rucksack steht dort, wo du ihn in zwei Minuten greifst: Flurschrank, Garderobe, Schrank neben der Wohnungstür. Nicht im Keller, nicht unter anderem Gepäck, nicht hinter dem Staubsauger. Alle im Haushalt sollten wissen, wo er steht.
Pflegeplan: zweimal im Jahr
Ein Rucksack, der nie geöffnet wird, altert. Setze dir zwei feste Termine, zum Beispiel bei der Zeitumstellung im Frühjahr und im Herbst:
- Batterien in Taschenlampe und Radio prüfen und tauschen.
- Proviant auf das Mindesthaltbarkeitsdatum kontrollieren und tauschen. Der Proviant zieht in die Küche, neuer Proviant kommt in den Rucksack.
- Kleidung auf Größe und Jahreszeit prüfen (Kinder wachsen).
- Medikamente und Erste-Hilfe-Set auf Verfallsdaten prüfen. Medikamente lässt du von Ärztin oder Apotheke beraten, Dosierungen stehen hier nicht.
- Dokumentenmappe: Sind alle Kopien aktuell?
Und das Auto?
Wer ein Auto hat, kann einen Teil des Notgepäcks dort lagern. Für den Wagen gelten eigene Pflichtausrüstungen wie Warnweste und Verbandkasten. Bedenke aber, dass Gepäck im Auto Hitze und Kälte aushalten muss. Haltbare Lebensmittel und Batterien mögen das nicht. Der Rucksack in der Wohnung bleibt die Basis.
Notgepäck und Vorrat: wer macht was?
Das Notgepäck deckt etwa zwei Tage ab und ist für den Aufbruch gedacht. Der Notvorrat zu Hause ist für zehn Tage zum Bleiben gedacht, siehe Ratgeber zur Notvorrat-Liste. Beide ergänzen sich.
Für beides gilt: in Etappen. Heute der Rucksack, nächste Woche die Dokumente, danach der Wasservorrat. Der kostenlose Vorrats-Check liefert dafür einen Etappenplan über vier Wochen. Werbung (eigenes Gratis-Angebot).
Häufige Fragen
Was gehört in einen Notfallrucksack?
Laut BBK: eigene Medikamente, Erste-Hilfe-Set, Radio mit Batterien, Proviant für etwa zwei Tage, Trinkflasche, Besteck, Taschenlampe, Schlafsack oder Decke, Wechselkleidung, Hygieneartikel, FFP2-Maske und eine Dokumentenmappe.
Wie viele Tage sollte das Notgepäck abdecken?
Das BBK nennt Proviant für etwa zwei Tage und Wechselkleidung für einige Tage. Das Gepäck ist für den Aufbruch, nicht für einen Aufenthalt von Wochen.
Gehören Ausweis und Bargeld schon in den Rucksack?
Nein. Das BBK führt sie unter „im Notfall zusätzlich mitnehmen“, zusammen mit Gesundheitskarte, Impfpass, Schlüsseln und Handy. Im Rucksack liegt eine Liste, damit du nichts vergisst.
Was mache ich mit Kindern?
Das BBK empfiehlt für Kinder einen Brustbeutel oder eine SOS-Kapsel mit Name, Geburtsdatum und Anschrift. Das Gepäck für Kinder packst du kindgerecht und leicht.
Wie oft muss ich den Rucksack prüfen?
Praktisch bewährt sich ein fester Termin zweimal im Jahr: Batterien, Proviant, Kleidung und Papiere.
Quellen (Abruf jeweils 03.11.2026)
- BBK: Notgepäck. https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/So-koennen-Sie-sich-vorbereiten/Notgepaeck/notgepaeck_node.html
- BBK: Dokumente sichern. https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/So-koennen-Sie-sich-vorbereiten/Dokumente-sichern/dokumente-sichern_node.html
- BBK: Checkliste zum Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvosorge-checkliste.pdf
- BBK: Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvorsorge.pdf