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Ratgeber

Notvorrat für Haustiere: Futter und Wasser einplanen

Notvorrat für Hund, Katze und Co.: Wie du Futter und Wasser für zehn Tage selbst berechnest, was ins Notgepäck gehört und worauf du bei Haltbarkeit achtest.

Hanna Albers · Redaktionsteam Hanna Albers – Vorrat ohne Panik · aktualisiert am 03. November 2026

Hanna Albers ist eine KI-generierte virtuelle Persona – keine reale Person. Die Inhalte beruhen auf amtlichen Empfehlungen und werden von einem menschlichen Redaktionsteam geprüft und verantwortet. Allgemeine Vorsorgehinweise, keine Beratung im Einzelfall; für Fütterung und Gesundheit deines Tieres gilt der Rat deiner Tierärztin oder deines Tierarztes.

Dein Hund hat Hunger, auch wenn der Strom ausfällt. Und die Katze fragt nicht, ob der Supermarkt offen ist. Tiere gehören deshalb in jede Vorratsplanung. Die gute Nachricht: Die Rechnung ist einfach, und sie passt in ein paar Minuten auf einen Zettel.

Was die amtlichen Stellen sagen

Das BBK nennt Haustiere in seiner Bevorratungs-Checkliste als Frage: Sind Vorräte für Haustiere vorhanden, die im Notfall versorgt werden müssen? Konkrete Mengen oder Futtersorten nennt es nicht. Auch die BLE-Tabelle gilt für Menschen. Darum gibt es hier keine Gramm-Angaben pro Tierart, die so tun, als stünden sie in einer Norm. Stattdessen bekommst du einen Rechenweg, den du mit der Herstellerangabe und deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt abgleichst.

Der Rechenweg in vier Schritten

  1. Tagesration ermitteln. Schau auf die Fütterungsempfehlung auf der Packung oder wiege einen Tag lang, was dein Tier tatsächlich bekommt. Das ist deine Menge pro Tag.
  2. Mal Tage. Für drei Tage mal 3, für zehn Tage mal 10. Gib einen Puffer von ein bis zwei Tagen dazu.
  3. Wasser rechnen. Der Wasserbedarf hängt von Art, Größe und Fütterung ab. Beobachte einmal, wie viel dein Tier an einem normalen Tag trinkt. Frag bei Unsicherheit in der Tierarztpraxis nach. Plane das Wasser zusätzlich zu den 2 Litern pro Person und Tag, die das BBK für Menschen nennt.
  4. Auf Etappen verteilen. Bei jedem Einkauf eine Packung mehr, bis die Menge da ist.

Ein Beispiel ohne Tierart: Wenn dein Tier täglich eine halbe Dose Nassfutter und eine Handvoll Trockenfutter bekommt, sind das für zehn Tage fünf Dosen und zehn Handvoll. Nimm dann sechs Dosen und eine Reserve. Die genauen Werte stehen auf deiner Packung.

Haltbarkeit und Rotation

Trockenfutter und Dosenfutter lassen sich in der Regel lange lagern. Für den Vorrat gilt dasselbe Prinzip wie bei Lebensmitteln für Menschen, das das BBK beschreibt:

  • Lebender Vorrat: Bei jedem Einkauf eine Packung mehr kaufen, die älteste zuerst verbrauchen, Verbrauchtes nachkaufen.
  • Datum notieren: Mindesthaltbarkeitsdatum mit dem Filzstift groß auf die Packung schreiben.
  • Dicht lagern: Trockenfutter in luftdichten Behältern, kühl und trocken. Die BLE nennt Milben, Käfer, Ameisen, Fliegen, Schaben, Ratten und Mäuse als mögliche Schädlinge.
  • Offene Packungen zügig verbrauchen und im Zweifel verschließbar umfüllen.

Wechsle die Sorte nicht abrupt, nur weil du Vorrat anlegst. Viele Tiere reagieren auf Futterumstellungen empfindlich. Nimm lieber die Sorte, die dein Tier ohnehin frisst.

Zusätzlich im Vorrat

  • Futter- und Wassernäpfe (faltbare sind platzsparend)
  • Trinkwasser extra, zum Beispiel eine Kiste mehr
  • Tierärztlich verordnete Medikamente für einige Tage, soweit dein Tierarzt das empfiehlt
  • Kotbeutel, Katzenstreu, Zeitungspapier
  • Leine, Geschirr oder Transportbox, griffbereit
  • Impfpass oder Heimtierausweis (Kopie), Chipnummer und Kontakt der Tierarztpraxis

Zur Gesundheit und zur Dosierung von Tiermedikamenten stehen hier bewusst keine Angaben.

Bei Stromausfall

  • Wasser steht im Haus, wenn die Leitung nichts mehr liefert. Laut BBK kommt bei Stromausfall kein Wasser mehr aus der Leitung.
  • Fisch- und Reptilienhaltung braucht oft Strom für Heizung, Filter oder Pumpe. Hier lohnt der Rat der Zoofachhandlung oder des Vereins, welche Batterie- oder Übergangslösung passt.
  • Ruhe halten: Tiere spüren Unruhe. Eine vertraute Decke und ein fester Platz helfen.

Wenn ihr das Haus verlassen müsst

Nicht jede Notunterkunft nimmt Tiere auf. Informiere dich vorab bei deiner Gemeinde oder Stadt, wie das bei euch geregelt ist. Packe für dein Tier eine kleine Tasche:

  • Futter für zwei bis drei Tage
  • Wasser und Napf
  • Leine oder Transportbox
  • Kopie des Heimtierausweises
  • Ein Foto des Tieres auf dem Handy

Das Notgepäck für Menschen findest du im Ratgeber zur Notgepäck-Checkliste.

Eine Checkliste für den Tierbesitz

  • Tagesration pro Tier notiert
  • Futter für 10 Tage plus Puffer im Haus
  • Wasser extra eingeplant
  • Näpfe, Leine, Transportbox griffbereit
  • Heimtierausweis in Kopie und Tierarzt-Nummer auf Papier
  • Foto des Tieres auf dem Handy
  • Futter nach Datum sortiert

Platz sparen

Tierfutter braucht Platz. In einer kleinen Wohnung hilft:

  • Dosen flach in einer Kiste unter dem Bett.
  • Trockenfutter in einer luftdichten Box im Flurschrank.
  • Streu in einer Kiste in der Abstellkammer.

Mehr Tipps zur Lagerung ohne Keller im Ratgeber zur kleinen Wohnung.

Zum Start bietet der kostenlose Vorrats-Check eine Bestandsliste, die du um eine Zeile für dein Tier ergänzen kannst. Werbung (eigenes Gratis-Angebot).

Häufige Fragen

Wie viel Futter brauche ich für meinen Hund oder meine Katze?

Die Tagesration steht auf der Futterpackung oder ergibt sich aus der Menge, die dein Tier ohnehin bekommt. Rechne sie mal die Zahl der Tage und füge einen Puffer von ein bis zwei Tagen hinzu. Verbindliche Mengen nennt das BBK nicht.

Wie lange hält Tierfutter?

Das steht auf der Packung im Mindesthaltbarkeitsdatum. Trocken- und Dosenfutter sind in der Regel lange haltbar. Kontrolliere trotzdem regelmäßig, ob Packungen unbeschädigt sind.

Muss ich Wasser für mein Tier extra einplanen?

Ja. Der Bedarf hängt von Art und Größe ab. Frag deine Tierarztpraxis nach einem Richtwert und lege die Menge zusätzlich zu dem Wasser für Menschen zurück.

Was nehme ich mit, wenn wir das Haus verlassen müssen?

Futter für zwei bis drei Tage, Wasser, Napf, Leine oder Transportbox, eine Kopie des Heimtierausweises und ein Foto des Tieres. Frag vorab nach, wo Tiere untergebracht werden können.

Soll ich das Futter wechseln, um Vorrat anzulegen?

Besser nicht abrupt. Kaufe lieber mehr von der Sorte, die dein Tier ohnehin frisst, und rotiere sie im Alltag.

Quellen (Abruf jeweils 03.11.2026)