Ratgeber
Stromausfall im Winter: Licht und Wärme sicher regeln
Stromausfall bei Kälte: Licht, warme Kleidung, ein Wohnraum, Lüften und CO-Warnmelder nach BBK. Was hilft, was gefährlich ist und wie du dich in Etappen vorbereitest.
Hanna Albers · Redaktionsteam Hanna Albers – Vorrat ohne Panik · aktualisiert am 03. November 2026
Hanna Albers ist eine KI-generierte virtuelle Persona – keine reale Person. Die Inhalte beruhen auf amtlichen Empfehlungen und werden von einem menschlichen Redaktionsteam geprüft und verantwortet. Allgemeine Vorsorgehinweise, keine Beratung im Einzelfall.
Im Sommer ist ein Stromausfall lästig. Im Winter kommt die Kälte dazu, und das Licht ist früh weg. Hier ist die ruhige Version: Was reicht, was ist riskant und was lässt du besser bleiben.
Das Wichtigste vorweg
Viele Heizungen brauchen Strom für Pumpe und Steuerung, auch wenn sie mit Gas oder Öl laufen. Die Wohnung kühlt dann langsam aus. Das ist ein Problem über Stunden, nicht über Minuten. Darum hast du Zeit, in Ruhe das Richtige zu tun. Und das Richtige ist selten ein Feuer.
Licht: sicher statt stimmungsvoll
Laut BBK-Checkliste gehören zur Vorsorge Taschenlampe mit Ersatzbatterien, Kerzen und Feuerzeug.
Sinnvolle Rangfolge:
- Stirnlampe und Taschenlampe. Sie lassen die Hände frei und sind sicher. Eine pro Person.
- Batterielampen für Räume. Eine Lampe pro Zimmer, das du nutzt.
- Kerzen als Ergänzung. Sicher auf nicht brennbarem Untergrund, außerhalb von Zugluft, nie unbeaufsichtigt, nie im Kinderzimmer ohne Aufsicht.
Das BBK weist ausdrücklich darauf hin, dass beim Brennen von Kerzen der Sauerstoffgehalt sinkt. Regelmäßiges Lüften gehört dazu.
Tipp aus dem Alltag: Leg die Lampen dorthin, wo du sie im Dunkeln findest. Eine Kiste im Flur mit Etikett „Licht“ ist besser als drei Lampen irgendwo.
Wärme: erst Kleidung, dann Raum
Das BBK nennt drei einfache Maßnahmen:
- Warme Kleidung und Decken helfen eine Zeit lang. Mehrere dünne Schichten (das „Zwiebelprinzip“, das das BBK auch für Notgepäck empfiehlt) wärmen besser als eine dicke.
- Einen Aufenthaltsraum wählen, dessen Türen geschlossen bleiben. Ein kleiner Raum ist mit weniger Körperwärme und Decken leichter warm zu halten als die ganze Wohnung.
- Trotzdem regelmäßig lüften, damit die Luft frisch bleibt.
Ein Schlafsack oder zwei Decken für jede Person kosten wenig und nehmen im Schrank kaum Platz. Dazu Mützen und warme Socken. Das wirkt unspektakulär und ist für die erste Zeit das Wirksamste.
Lüften bei Kälte
Das BBK empfiehlt, die Fenster regelmäßig für wenige Minuten ganz weit zu öffnen. Dann ist der Luftaustausch gründlich, und die Wärme geht nur kurz verloren.
Alternative Wärmequellen: nur die richtigen
Hier wird es ernst. Laut BBK können Gasheizgeräte, Ethanolkamine oder Petroleumöfen, die für den Innenraum zugelassen sind, ohne Strom betrieben werden. Gasheizgeräte sollten eine Sauerstoffmangel- und Zündsicherung haben. Das BBK empfiehlt außerdem geprüfte und zugelassene Kohlenmonoxid-Warnmelder.
Wer einen Kamin oder Ofen hat, kann laut BBK einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz anlegen und sollte prüfen, ob sich eine alternative Heizquelle installieren lässt. Dafür berät eine Fachperson, etwa die Schornsteinfegerin oder der Schornsteinfeger.
Nicht in die Wohnung gehören:
- Grill, Holzkohle und Campingkocher (Erstickungsgefahr, CO),
- Gartenheizer und Heizpilze,
- improvisierte Wärmequellen wie Terrakottatopf mit Teelichtern. Sie liefern wenig Wärme und erhöhen das Brandrisiko.
Sicherheitsregel: Jede Verbrennung in einem Innenraum braucht Frischluft und einen funktionierenden CO-Melder. Im Zweifel lässt du es.
Kohlenmonoxid kennt keine Gemütlichkeit
CO entsteht bei unvollständiger Verbrennung, wenn zu wenig Sauerstoff da ist. Du riechst es nicht. Eine Vergiftung ist lebensgefährlich. Der Melder gehört in den Raum, in dem du dich aufhältst, nicht in den Keller. Prüfe ihn regelmäßig nach Herstellerangabe und tausche Batterien rechtzeitig.
Essen und Trinken halten warm
Wer sich bewegt und regelmäßig etwas isst, bleibt wärmer. Das BBK empfiehlt haltbare Lebensmittel, die kalt gegessen werden können. Warme Getränke aus dem Vorrat kannst du nur zubereiten, wenn du eine sichere Möglichkeit hast, Wasser zu erwärmen, siehe dazu den Ratgeber zum Kochen ohne Strom. Alles, was Flamme heißt, gehört nach draußen.
Was du heute schon tun kannst
- Prüfe, wo deine Taschenlampen liegen und ob die Batterien noch funktionieren.
- Zähle Decken und Schlafsäcke. Eine pro Person ist ein guter Anfang.
- Schau, ob in der Wohnung ein Rauchmelder hängt und ob der Akku in Ordnung ist.
- Frag deine Hausverwaltung, was bei einem Ausfall der Heizung gilt.
- Leg eine Packung Teelichter und ein Feuerzeug in die Kiste, dazu ein Untersetzer aus Metall oder Keramik.
Das dauert zusammen eine halbe Stunde und ersetzt jede Panik.
Eine Winter-Kiste packen
Ein Karton im Flurschrank reicht:
- Stirn- und Taschenlampe, Ersatzbatterien
- Batterielampe(n) für Räume
- Kerzen, Feuerzeug, nicht brennbare Unterlage
- Batterie- oder Kurbelradio
- Powerbank, geladen
- Zwei Decken oder Schlafsäcke, Mützen, Socken
- CO-Melder (batteriebetrieben), falls du alternative Wärmequellen planst
- Zettel mit den Regeln für alle im Haushalt
Das Gleiche in der Kurzfassung für alle Fälle liefert die Checkliste zum Stromausfall.
Wer noch den Vorrat für Essen und Trinken berechnen möchte: Der kostenlose Vorrats-Check enthält Rechner und Etappenplan. Werbung (eigenes Gratis-Angebot).
Häufige Fragen
Wie halte ich die Wohnung bei Stromausfall warm?
Mit warmer Kleidung in Schichten, Decken und einem Aufenthaltsraum mit geschlossenen Türen. Das empfiehlt das BBK. Lüfte regelmäßig kurz und kräftig.
Darf ich mit Kerzen heizen?
Kerzen sind eine Lichtquelle, keine Heizung. Das BBK weist darauf hin, dass sie Sauerstoff verbrauchen, und rät zu regelmäßigem Lüften.
Welche Heizgeräte sind ohne Strom erlaubt?
Laut BBK Geräte, die ausdrücklich für den Innenraum zugelassen sind, etwa Gasheizgeräte mit Sauerstoffmangel- und Zündsicherung. Lass dich vor der Anschaffung fachkundig beraten.
Brauche ich einen CO-Melder?
Das BBK empfiehlt geprüfte CO-Warnmelder, besonders wenn du alternative Heizquellen nutzt.
Wie lange hält das Handy durch?
Das hängt vom Gerät ab. Das BBK rät, Akkus geladen zu halten und eine Powerbank oder einen Solarlader bereitzuhalten.
Quellen (Abruf jeweils 03.11.2026)
- BBK: Vorsorge und Handeln bei Stromausfall. https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/Stromausfall/stromausfall_node.html
- BBK: Checkliste zum Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ (Licht und Wärme). https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvosorge-checkliste.pdf
- BBK: Notgepäck (Zwiebelprinzip). https://www.bbk.bund.de/DE/Warnung-Vorsorge/Vorsorge/So-koennen-Sie-sich-vorbereiten/Notgepaeck/notgepaeck_node.html
- BBK: Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“. https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Mediathek/Publikationen/Buergerinformationen/Ratgeber/ratgeber-notfallvorsorge.pdf